BSV Limbach-Oberfrohna 30 - 29 HC Fraureuth Männer

5. March 2022 - 15:00 at SH Limbach-Oberfrohna

Denkbar knapp – unglückliche Niederlage in Limbach-Oberfrohna

BSV Limbach-Oberfrohna    –   HC Fraureuth                         30 : 29     (12:13/26:26/27:28)

Am vergangenen Samstag war es endlich wieder so weit. Nach knapp 4 Monaten konnte man sich wieder auf dem Handballparkett mit gegnerischen Mannschaften messen. Hierzu stand gleich ein Pokal-Fight gegen den souveränen Tabellenführer der 1ten Bezirksklasse BSV Limbach-Oberfrohna auf dem Plan. In einem äußerst spannenden Match zog man letztlich nach Verlängerung den Kürzeren und schied unglücklich aus dem diesjährigen Pokalwettbewerb aus.

In den Anfangsminuten merkten man vor allem den Fraureuthern die fehlende Spielpraxis an. Die Hausherren agierten besonders aggressiv mit einer sehr offensiven Abwehr, was den Spielfluss der Gäste zunächst fast vollständig unterbinden konnte. Auch einige strittige Zeitstrafen ließen die Unsicherheit im Spiel der Fraureuther ansteigen. Trotz des schnellen 2-Tore Rückstandes (4:2) bäumte man sich postwendend wieder auf und glich beim 5:5 bereits wieder aus. Nun hatte man endlich den Kampf angenommen. In der Abwehr stand man jetzt relativ sicher. Im Angriff stellte man sich mit fortlaufender Spieldauer immer besser auf die offensive Deckungsvariante ein. Beim Stand von 8:11 hatte man sogar einen 3-Tore Vorsprung herausgespielt. Leider konnte man durch die begrenzten Wechselmöglichkeiten, den Spielern für das kräftezehrende Spiel nur wenige Ausruhphasen verschaffen. Dies sah auf der Seite der Hausherren ganz anders aus, welche aus den Vollen schöpfen konnten. Dies merkte man an diesem Tag besonders am Ende jeder Spielhälfte. In die Pause rettete man sich mit einem knappen 12:13-Vorsprung.

In der Halbzeitpause hatte man wieder Kraft getankt und kam wesentlich besser in die zweite Hälfte. Nur 5 Minuten später führte man sogar erstmals mit 4 Toren (13:17). Durch das krankheitsbedingte Fehlen von Marco Kleinfeld hatte man an diesem Tag leider nicht sonderlich viele Wechseloptionen auf den Rückraumpositionen. So musste man praktisch fast komplett mit derselben Angriffsformation agieren. Parallel dazu war man auch zu sehr auf die Angriffspower von Albert Finkenwirth abhängig. Mit fortlaufender Dauer stellte man sich auf Limbacher Seite darauf ein. Der Vorsprung schmolz somit Tor um Tor und in der 41ten Spielminute war dieser aufgebraucht. Als die Hausherren dann mit 22:21 in Führung gehen konnte, kochte die Stimmung in der Halle praktisch. Aber mehr als ein Tor ließ man die Limbacher nicht entweichen. Die Fraureuther stemmten sich nun mit letzter Kraft gegen die drohende Niederlage. In der 54. Spielminute lag man wiederum selber knapp mit 24:25 in Führung. Diesen wollte man nun mit aller Macht über die Zeit bringen. Dies gelang auch bis 15 Sekunden vor Schluss, dann erzielte Daniel Michel mit einem seiner acht Treffer für den 26:26-Ausgleich. Der letzte Angriff der Fraureuther wurde von den Limbachern erfolgreich verteidigt und somit musste die Partie in die Verlängerung.

Nach kurzer Ausruhphase ging es dann in die 2x 5minutige Verlängerung. Mit seinem 13 Treffer erzielte Albert Finkenwirth die Führung in der Verlängerung. Leider verletzte er sich bei dem erfolgreich abgeschlossenen Konter am Knie so schwer, dass er für den Rest der Partie ausfiel. Trotz dieser niederschmetternden Diagnose blieben die Fraureuther am Drücker und Axel Bauer erhöhte umgehend auf 26:28. Nach dem man jedoch 3 Treffer in Folge kassieren musste, lag man anderthalb Minute vor dem Ultimo mit 29:28 zurück. Aber wie bereits im gesamten Spiel ließen die Gäste sich nicht hängen und kamen schnell zum 29:29-Ausgleich. Als man danach auch noch den Ball erobern konnte, hatte man den Spielausgang eigentlich in der eigenen Hand. Jedoch agierte man in dieser Situation nicht clever genug und schloss zu früh ab. Dieser nicht erfolgreiche Abschluss wurde postwendend gekontert und der Limbacher Tim Planken versenkte diesen 2 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum glücklichen 30:29-Pokalerfolg.

Frei nach dem Motto „Im Pokal kommt man am Ende eine Runde weiter, wenn man mindestens ein Tor mehr wirft als der Gegner.“ müssen die Fraureuther die Segel im Pokalwettbewerb streichen. Nun gilt es die Kräfte wieder zu sammeln und in 14 Tagen mit einer ähnlichen kämpferischen Leistung und einem hoffentlich etwas erfolgreicheren Ende ein Erfolgserlebnis zu Hause einzufahren.

B.Raimer, Albert, Zschüttig – A.Bauer (2), Finkenwirth (13/2), Fischer (4), Jüngling, Kolath, Ludwig (6/4), F.Raimer, Schlesier (4), Walther