HC Fraureuth Männer I 42 - 34 TSV Oelsnitz

17. October 2020 - 17:00 at Erich-Glowatzky-Halle

Klarer Erfolg im Offensivspektakel

HC Fraureuth                    –              TSV Oelsnitz                                       42:34 (20:15)

Nach dem Last-Second-Punktgewinn in Aue wollte man natürlich im Heimspiel gegen den TSV Oelsnitz gleich nachlegen. Im letzten Aufeinandertreffen hatte man zuhause klar mit 27:34 verloren und auch in den letzten beiden Heimspielen hatte man die Punkte eher kläglich hergeschenkt. Daher ging man mit einer gewissen Portion Vorsicht in diese Partie. Bis auf die erste Viertelstunde und einen kleinen Hänger in der zweiten Hälfte hatte man das Spiel schlussendlich aber sicher im Griff und gewann überraschend deutlich mit 42:34.

Nahezu identisch zur Vorwoche startete man in die Partie. Im Abwehrverbund wurde wieder mit der defensiveren 6:0-Variante agiert. Aber vor allem im Angriff musste man noch mehr Bewegung und Zug zum Tor zeigen, da die Vogtländer fast ausnahmslos offensiv zu Werke gingen. Sie pendelten während der Partie zwischen den Deckungsvarianten 5:1, 4:2 und 3:2:1 hin und her. Somit musste sich der Fraureuther Angriff ständig etwas Neues einfallen lassen. Dies gelang in der ersten Viertelstunde noch nicht so richtig, wodurch der Spielstand sich ausgeglichen gestaltete. Allerdings fand man an diesem Tag die Kritikpunkte nicht im oftmals stotterten Angriff. Eher die Abwehr ließ sich zu einfach von den Durchbrüchen oder den Anspielen an den Kreis der Oelsnitzer überrumpeln. Nach der ersten Auszeit in der 21. Spielminute stellten die Fraureuther ihre Abwehr ebenfalls auf eine 5:1-Deckungsformation um. Somit konnte man in der Folgezeit den Spielfluss der Gäste unterbinden. Danach musste man bis zur Pause nur noch 2mal den Ball aus dem Netz holen und der Vorsprung war auf 5 Tore angewachsen.

„Wir haben das Spiel nun im Griff und lasst uns bloß nicht wieder das Spiel aus der Hand geben.“, warnte Trainer Gerd Jüngling seine Schützlinge in der Kabine. Die ersten zehn Minuten waren dann auf beiden Seiten von Hektik und Fehlern geprägt. Glücklicherweise kamen die Oelsnitzer in dieser Phase nur bis auf 3 Tore (23:20) heran. Mit einer Auszeit in der 41. Spielminute beruhigte man das Spiel auf Fraureuther Seite umgehend, wodurch zumindest die Aufholjagd der Gäste unterbunden wurde. Ab der 45. Spielminute ließ die Konzentration der Vogtländer zunehmend nach und die Fraureuther Männer ließen dann nichts mehr anbrennen. Tor für Tor wurde der Vorsprung nun ausgebaut. Marco Zöllmann war es dann vorbehalten mit seinem siebten Treffer das 40zigste Tor zu erzielen. Als Bennet Ketterl, welcher erstmalig in dieser Saison sein Potential aufblitzen ließ, seinem 13ten Treffer markierte, war der Vorsprung auf 10 Tore (42:32) angewachsen.

„Heute haben wir im Angriff unser Potential angedeutet. Allerdings unterlaufen uns noch zu viele einfache Fehler, welche an anderen Tagen härter bestraft werden können. Nun gilt es in den kommenden 2 Wochen im Training diesen Schwung zu behalten und die immer noch nicht sattelfeste Abwehr zu stärken.“, hatte Trainer Gerd Jüngling bereits die nächsten Trainingseinheiten im Kopf. Aber auch lobende Worte für den torgefährlichsten Spieler hatte er parat: „Ich freue mich für Bennet, dass er in dieser Partie endlich in Schwung gekommen ist und seine Möglichkeiten besser als in den restlichen Partien genutzt hat. Mit dieser Leistung kann er dem Team die notwendigen Angriffsgefahr für die kommenden Spielen beisteuern.“. Besonderen Dank gilt aber auch den beiden Routiniers Alexander Niemczyk und Mathias Hentschel, welche ausnahmsweise aushalfen und in kritischen Situationen für temporäre Beruhigung des Spiels sorgten.

Raimer, Zschüttig   –   Bauer (2), Finkenwirth (11/4), Hentschel,  Ketterl (13), Kleinfeld (3), Ludwig (3), Niemczyk, F. Raimer (1), Schlesier, Warnke (2), Zöllmann (7)