SG Chemitzer HC 30 - 30 HC Fraureuth Männer

3. April 2022 - 16:00 at SH Chemitzer PSV

Schlechte Torausbeute verhindert 6ten Saisonsieg

SG Chemnitzer HC                           –              HC Fraureuth                                    30 : 30     (13:13)

Nach dem glanzvollen Heimsieg in der Vorwoche musste man zum Tabellenletzten SG Chemnitzer HC reisen. Natürlich war allen klar, dass die Chemnitzer alles daran setzen werden, ihr Punktekonto aufzuhübschen und man in diesem Spiel wieder bei null anfängt. Leider kam es wie es kommen musste und am Ende musste man sich mit einem 30:30-Remis zufrieden geben.

Aber alles von vorn. Aufgrund von Verletzung bzw. persönlichen Gründen musste das Fraureuther Team stark dezimiert zu den Bezirksstädtern reisen. Trotz allem hatte man eine schlagkräftige Mannschaft an Bord und ging durchaus optimistisch in die Partie. Aber schon nach wenigen Minuten war dem Trainer-Duo ganz klar, dass es diesmal kein Selbstläufer sein wird. Immer wieder zeigte man zu viele und einfache Fehler im Abwehrverbund sowie im Spiel nach vorn. Die Hausherren nutzten dies konsequent aus und nach 8 Minuten lagen die Fraureuther bereits mit 4 Toren (7:3) im Hintertreffen. Erst nach Umstellung des Deckungsverband auf eine offensive 5:1-Variante bekam man das Spiel besser in den Griff. Ball für Ball wurde nun erkämpft und damit verringerte man Tor für Tor den Rückstand. Beim 10:10 war der Ausgleich dann geschafft und man blieb am Drücker. 5 Minuten vor dem Pausenpfiff lag man dann sogar erstmalig mit 2 Treffern (11:13) in Führung. Leider spielte man in dieser Phase zu übermotiviert und zu unkonzentriert, wodurch der Vorsprung nicht weiter ausgebaut werden konnte. Im Gegenteil zu leicht fertigt vergebene Chancen führten dazu, dass man mit einem 13:13-Unentschieden in die Pause ging.

Zwar gehörten die ersten beiden Treffer der zweiten Hälfte den Fraureuther und die 2-Tore Führung (13:15) hatte wieder Bestand. Aber wie vor der Pause brachte dies keine Sicherheit in das Spiel der Gäste. Im Gegenteil: die Abwehr agierte weites gehend zu zaghaft und ließ immer wieder zu einfache Abschlüsse zu. Parallel dazu scheiterte man zu oft am gegnerischen Torhüter oder an den eigenen Nerven. Durch diese zahlreichen Fehlwürfe baute man Minute für Minute die Hausherren weiter auf. Diese bedankten sich recht herzlich und übernahmen erneut die Führung. Eine Viertelstunde vor Schluss betrug dieser Vorsprung sogar wieder 3 Tore (21:18). In dieser Phase hatte man nicht wirklich das Gefühl, dass Fraureuth dies noch einmal umbiegen könnte. Aber wieder einmal bäumten sich de Fraureuther Handballer gegen die drohende Niederlage und acht Minuten vor den Ultimo markierte Elias Ludwig den 24:24-Ausgleich und mit einem weiteren Treffer sorgte Axel Bauer sogar für die 24:25-Führung. Nun stand das Spiel förmlich auf der Kippe. Allerdings konnte man das kurze Zwischenhoch nicht kompensieren und die Chemnitzer glichen immer wieder aus. Als dann anderthalb Minuten vor dem Schlusspfiff Albert Finkenwirth den Treffer zum 28:30 erzielte, wähnte man sich schon auf der Siegerstraße. Leider musste man nur wenige Sekunden danach den abermaligen Anschlusstreffer hinnehmen. Nun war der Spannungsbogen für die letzte Minute bis auf Äußerste gespannt. Ein unglücklicher Ballverlust brachte die Chemnitzer noch einmal ins Spiel. Der postwendende Konter wurde regelgerecht von Marco Kleinfeld unterbunden. Einzig der Unparteiische wertete diese Situation komplett anders und entschied auf rote Karte sowie Strafwurf. Diesen verwandelte der beste Chemnitzer Richard Börner ohne Probleme zum 30:30-Entstand.

Mit einer besseren Torausbeute sowie weniger Fehler im Deckungsverband inklusive Torhüter hätten man heute den sechsten Saisonsieg einfahren können. Nach dieser sehr durchwachsenen Leistung müssen sich alle Fraureuther hinsichtlich der gezeigten Leistung hinterfragen. Am kommenden Wochenende gegen die zweite Vertretung des SSV Chemnitz-Rottluff kann die Mannschaft wieder zeigen, dass dies nur ein kleiner Ausrutscher war.

Albert, Zschüttig        –       A. Bauer (3), Finkenwirth (9), Fischer (1), Kleinfeld (8), Kolath, Ludwig (4/1), F. Raimer (1), Schlesier (4)