VfB Lengenfeld 22 - 25 HC Fraureuth Männer

17. October 2021 - 15:00 at SH Lengenfeld

Auch im Spitzenspiel behält Fraureuth die weiße Weste

VfB 1908 Lengenfeld                      –              HC Fraureuth                                                    22 : 25    (11:13)

Nach den beiden Auftaktsiegen fuhr man mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zum Spitzenreiter VfB Lengenfeld. Im Duell mit den Vogtländern erlebte man in der Vergangenheit zahlreiche enge und emotionale Partien. Zum Spielerkader stießen die bisher verletzten Spieler Michael Köstler und Paul Walther wieder dazu . Allerdings musste man zum Ferienauftakt diesmal auf Kapitän Marco Kleinfeld verzichten. Aber trotz aller Umstände zeigte die Mannschaft erneut eine hervorragende mannschaftlich geschlossene Leistung und siegte nach hart umkämpften 60 Spielminuten verdient mit 22:25.

Albert Finkenwirth markierte nach 45 Sekunden mit dem ersten Fraureuther Wurf das 0:1 und legte kurze Zeit später gleich das zweite Tor nach. Wie gewohnt agierten die Fraureuther Handballer aus einem defensiven 6:0-Abwehrriegel. Jedoch sah man bereits nach den ersten Angriffen, dass es heute eine wesentlich schwerere Aufgabe als in den beiden vorangegangenen Partien sein würde. Im offensiven Spiel fehlte es auf einigen Positionen an der notwendigen Durchschlagskraft. Einzig der rechte Angriffsflügel überzeugte mit klarem Zug zum gegnerischen Tor. Somit gingen die ersten fünf Tore der Fraureuther auf das Konto von Albert Finkenwirth. Die Hausherren hingegen übten immer wieder sehr viel Druck auf die Abwehr des HC Fraureuth aus. Oftmals kamen die Gäste durch die überraschenden Richtungswechsel und den druckvollen Durchstößen immer wieder ins Schwimmen. Bis Mitte der ersten Hälfte entwickelte sich dadurch ein ausgeglichenes Handballspiel. Als die Fraureuther auf eine defensive 5:1-Deckungsvariante umstellten, konnten die Fraureuther das Angriffsspiel der Hausherren besser in den Griff bekommen und letztlich mit 2 Toren (8:10) in Führung gehen. Leider wurde man danach durch 4 Zeitstrafen in kürzester Zeit etwas ausgebremst. Der Vorsprung konnte daher zunächst nicht weiter ausgebaut werden und beim Pausenstand von 11:13 wurden die Seiten gewechselt.

In der zweiten Halbzeit änderte sich vorerst nichts. In der Abwehr agierte man weiterhin mit der defensiven 5:1-Deckungsform, wodurch das Lengenfelder Spiel zunehmend unter Kontrolle gehalten werden konnte. Leider fehlte dem Fraureuther Spiel an diesem Tag ebenfalls die auf allen Positionen ausgeglichene Torgefahr. Bis zur 40ten Spielminute blieb der Abstand somit bei 2 Toren. Anschließend folgte die beste Phase des Gästespiels und der Vorsprung wurde binnen weniger Minuten Tor um Tor bis auf 5 Treffer (50min 16:21) ausgebaut. Allerdings wähnten sich die Fraureuther 10 Minuten vor Schluss etwas zu früh auf der Siegesstraße. Die Konzentration im Angriff nahm plötzlich rapide ab. Die heimischen Lengenfelder nutzen dies routiniert aus und verkürzten binnen zwei Minuten wieder auf 2 Tore (52min 20:22). Nun konnte man die Spannung in der Halle praktisch greifen. Dies spiegelte sich auch im Nervenkostüm beider Mannschaften wider und die Fehler auf beiden Seiten nahmen zu. Nach einem verworfenen Strafwurf auf Fraureuther Seite stellten die Lengenfelder beim 22:23 4 Minuten vor Schluss den Anschluss her. Die Partie schien nun zu kippen. Aber nun rührte man förmlich Beton an und ließ bis zum Schlusspfiff keinen Treffer mehr zu. Als dann Axel Bauer 30 Sekunden vor dem Ende mit einem sehenswerten Heber von Linksaußen das 22:25 markierte, war die Partie letztlich entschieden.

„Am Ende haben wir die Nerven behalten, obwohl es kurz vor Schluss schon auf der Kippe stand. Die offensivere Deckungsvariante hat uns heute geholfen, den Lengenfeldern im Angriff den Zahn zu ziehen.“, waren sich die beiden Trainer Marco Bartonizek und Gerd Jüngling einig. In der kommenden Woche wartet mit dem TSV Fortschritt Mittweida der nächste schwere Brocken auf die Fraureuther Männer. Bleibt zu hoffen, dass man die Kräfte in der Woche wieder vollständig sammelt und kommenden Sonntag erneut eine kämpferische Leistung auf die Platte bringt.

Albert, B. Raimer    –      A. Bauer (3), J. Bauer, Finkenwirth (11), Jüngling, Kolath, Köstler, Ludwig (3), F. Raimer, Schlesier (5), Walther, Warnke (3)