Dramatisches Finish in Fraureuth – HCF verliert mit der Schlusssirene
HC Fraureuth – HC Glauchau/Meerane II 22 : 23 (10:10)
Ein Handballabend, der an Spannung kaum zu überbieten war, endete für den HC Fraureuth mit einer bitteren 22:23‑Niederlage gegen die zweite Mannschaft des HC Glauchau/Meerane. Vor einer stimmungsvolle Kulisse in der Mehrzweckhalle „Erich Glowatzky“ lieferten sich beide Teams ein Duell, das von Kampfgeist, Führungswechseln und einem dramatischen Schlusspunkt geprägt war.
Zäher Start, starke Moral
Die Gäste erwischten den besseren Beginn und führten nach nicht einmal zwei Minuten bereits 0:2. Fraureuth brauchte einige Angriffe, um ins Spiel zu finden, doch Albert Finkenwirth setzte mit seinem ersten Treffer das Signal zur Aufholjagd. Der Rückraumspieler avancierte einmal mehr zum Dreh- und Angelpunkt des Fraureuther Angriffs und erzielte insgesamt neun Tore. Kurz vor der Pause gelang Elias Ludwig der wichtige Ausgleich zum 10:10, der die Partie wieder völlig öffnete.
Zweite Halbzeit: Schlagabtausch auf Augenhöhe
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams legten abwechselnd vor, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Besonders die Gäste profitierten von der Treffsicherheit von Markus Elschker und Theo Cal, die zusammen 12 Tore erzielten. Fraureuth zeigte jedoch Moral: Bennet Ketterl und Marco Kleinfeld trafen in wichtigen Momenten, und als Finkenwirth in der 58. Minute per Siebenmeter zum 21:21 ausglich, bebte die Halle. Kurz darauf brachte Kleinfeld die Hausherren sogar mit 22:21 in Führung – die erste seit langer Zeit.
Hektische Schlussphase und der bittere Stich in letzter Sekunde
Die Schlussminuten hatten es in sich. Albert Finkenwirth kassierte seine dritte Zeitstrafe und damit die folgerichtige Disqualifikation – in dieser Phase ein herber Schlag für die Hausherren. Die Gäste nutzte die Gelegenheit und Markus Elschker glich per Siebenmeter zum 22:22 aus. Als Fraureuth 20 Sekunden vor Ultimo die Auszeit nahm, war die Marschrichtung klar. Die verbleibende Spielzeit herunterspielen und kurz vor Schluss den letzten Wurf wagen. Der letzte Angriff war leider wie ein Spiegelbild der Angriffsleistung des kompletten Spiels – fehlende Ordnung und zu wenig Zug zum Tor. Einen unnötigen Ballverlust nutzten die Glauchauer eiskalt aus und Richard Kunze traf mit dem Schlusssignal zum 22:23‑Endstand.
Fazit
Fraureuth zeigte Herz, Kampf und Comeback‑Qualitäten – doch am Ende fehlten wenige Sekunden und ein wenig Cleverness, um sich für den Aufwand zu belohnen. Glauchau/Meerane II nahm die Punkte mit, weil sie in den entscheidenden Momenten kühler blieben. [GJ]
Albert, B. Raimer, Zschüttig – A. Bauer (1), Finkenwirth (9/4), Kleinfeld (4/1), Ketterl (2), Ludwig (2), F. Raimer (2), Sander, Saller, Schlesier (2)
