HC Fraureuth Männer 31 - 21 SV Rotation Weißenborn

24. January 2026 - 17:30 at Erich-Glowatzky-Halle Fraureuth

Bärenstarke letzte Viertelstunde entscheidet Kampf gegen Rotation

HC Fraureuth              –           SV Rotation Weißenborn                               31 : 21    (14:13)

Es gibt Spiele, die gewinnen Teams mit Taktik und es gibt Spiele, die gewinnen sie mit Charakter. Der HC Fraureuth entschied sich am Samstagabend für Letzteres – und wie. Vor einer lautstarken Kulisse entwickelte sich ein Duell, das erst Nerven kostete, dann Euphorie entfachte und am Ende in einem rauschenden 31:21‑Heimsieg mündete.

Fraureuth startet furios – und fällt dann in ein Loch

Schon nach 33 Sekunden riss René Saller die Arme hoch: 1:0. Kurz darauf erhöhte Axel Bauer und die Halle roch nach einem perfekten Start. Doch Handball wäre nicht Handball, wenn es so einfach wäre. Weißenborn kämpfte sich zurück, nutzte jede Unsicherheit und drehte das Spiel bis zum 6:8. Die Stimmung kippte – und Trainer Timm Stemann zog die Notbremse: Auszeit. Ein kurzer Moment, der alles veränderte. Albert Finkenwirth traf zum 7:8 und läutete die Wende ein. Fraureuth biss sich zurück, Tor um Tor, Zweikampf um Zweikampf. Kurz vor der Pause war es wieder René Saller, der das 14:13 markierte.

Nach der Pause wird’s wild – und Fraureuth entfesselt

Als die Teams aus der Kabine kamen, lag eine spürbare Spannung in der Luft. Fraureuth führte knapp, aber niemand in der Halle hatte das Gefühl, dass dieses Spiel schon entschieden wäre. Und tatsächlich: Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff wurden zu einem emotionalen Drahtseilakt. Weißenborn kam mit breiter Brust zurück aufs Feld. Bartzsch und Rümmler trafen, Zojdz tankte sich immer wieder durch – und plötzlich stand es 18:18. Die Halle wurde unruhig, die Bank angespannt, jeder Fehler drohte das Spiel kippen zu lassen. Doch genau in dieser Phase zeigte Fraureuth, was eine Mannschaft ausmacht, die an sich glaubt.

Auszeit bringt Wende im Spiel

In der 41ten Spielminute beim Stand von 19:18 nahm der Gästetrainer seine zweite Auszeit. Dies sollte die absolute Wende im Spiel bedeuten – im positiven Sinn für den HC Fraureuth. Trainer Timm Stemann nahm ein paar taktische und personelle Veränderungen vor, welche absolut ihre gewünschte Wirkung brachten. Der gefährlichste Rückraumwerfer der Weißenborner wurde nun von Axel Bauer in Pressdeckung genommen, wodurch der Angriff der Gäste erheblich an Zug zum Tor verlor. Im Tor stand ab sofort Benno Raimer, der nur noch 2 Treffer kassiert und den Kasten bis Ende der Partie praktisch vernagelte. Als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Plötzlich war da Tempo, Wucht, Präzision. Finkenwirth traf, Kleinfeld traf, Ludwig traf – und die Halle stand Kopf. Ein 7:0‑Lauf fegte über Weißenborn hinweg, die Gäste fanden keine Antworten mehr. In den letzten Minuten schraubten die Hausherren das Ergebnis kontinuierlich nach oben und feierten einen deutlichen 31:21-Heimsieg.

Fazit

Fraureuth hat an diesem Abend gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt: Kampfgeist, Leidenschaft und die Fähigkeit, ein Spiel zu drehen, wenn es darauf ankommt. Mit dem achten Sieg hat sich die Mannschaft weiterhin im oberen Tabellenmittelfeld etabliert und steht mit nunmehr 17 Punkte hervorragend da. [GJ]

Albert, B. Raimer, Zschüttig    –    A. Bauer (4), Finkenwirth (8), Jüngling (2), Ketterl (1), Kleinfeld (7/1),Saller (4), Ludwig (3), F. Raimer (1), Warnke (1)