Niederlage in letzter Sekunde – HCF belohnt sich nicht nach starkem Spiel
HC Fraureuth – HSG Freiberg II 38 : 39 (21:20)
Ein Handballabend, der an Spannung kaum zu überbieten war, endete für den HC Fraureuth mit einer bitteren 38:39‑Niederlage gegen die HSG Freiberg II. Vor einer wieder gut besuchten Kulisse entwickelte sich ein hochintensives Verbandsligaduell, das von wechselnden Führungen, zahlreichen Zeitstrafen und starken individuellen Leistungen geprägt war.
Erste Halbzeit: Fraureuth dominiert – bis zur Schlussphase
Der HC Fraureuth erwischte den besseren Start. Früh setzten Marco Kleinfeld, Albert Finkenwirth und Bennet Ketterl die ersten Akzente im Angriff. Nach zehn Minuten lag Fraureuth mit 10:7 vorn, angetrieben von einer variablen Offensive und hoher Abschlussqualität. Doch Freiberg blieb hartnäckig. Besonders Eduard Sabot und Sven Hesse hielten die Gäste im Spiel. Nach einer Auszeit der Hausherren (14:38) stabilisierte sich Fraureuth wieder und erspielte sich bis zur 28. Minute eine komfortable 21:17‑Führung. Kurz vor der Pause brachte jedoch eine Zeitstrafe gegen Philip Schlesier (28:19) Unruhe ins Spiel. Freiberg nutzte die Überzahl eiskalt und verkürzte bis zur Halbzeit auf 21:20.
Zweite Halbzeit: Ein offener Schlagabtausch
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie völlig offen. Fraureuth legte mehrfach vor, doch die Gäste antworteten konsequent. Zwischen der 33. und 41. Minute setzte Fraureuth ein starkes Ausrufezeichen: Finkenwirth, Kleinfeld und sogar Torhüter Benno Raimer trafen und brachten ihr Team mit 30:26 in Front. Doch erneut kämpfte sich Freiberg zurück. In der 47. Minute glich Hesse zum 31:31 aus, und die Partie drohte zu kippen. Fraureuth reagierte mit einer Auszeit – und Saller traf im Anschluss zum 32:31. Doch die Gäste blieben stabil und drehten das Spiel erneut.
Auszeit bringt Wende im Spiel
In den letzten fünf Minuten entwickelte sich ein hochspannender Schlagabtausch. Freiberg ging in der 57. Minute mit 35:37 in Führung. Kurz darauf verkürzte Albert Finkenwirth für Fraureuth auf 36:37. Paul Andrä stellte in der 58. Minute den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Philip Schlesier hielt Fraureuth mit dem 37:38 im Spiel. In der Schlussminute verwandelte Marco Kleinfeld einen Siebenmeter zum 38:38-Ausgleich. Freiberg reagierte sofort mit ihren letzten Auszeit 10 Sekunden vor Ultimo. Somit hatten auch die Fraureuther Zeit sich abzustimmen. Leider ging der Plan der Hausherren nicht zu 100% auf und mit der Schlusssirene erzielte Sven Hesse von Linksaußen den entscheidenden Treffer zum 38:39-Endstand.
Fazit
Der HC Fraureuth zeigte eine starke Leistung, verlor aber in entscheidenden Phasen die Kontrolle – insbesondere durch Zeitstrafen und hektische Aktionen in Unterzahl. Die Gäste aus Freiberg bewiesen enorme Moral und nutzten ihre Chancen in den Schlusssekunden eiskalt. Ein Spiel, das Fraureuths Fans noch lange beschäftigen wird – und das zeigt, wie eng es in der Verbandsliga West zugeht. [GJ]
Albert, B.Raimer (1), Zschüttig – A.Bauer (2), Finkenwirth (7), Jüngling, Kleinfeld (6/1), Ketterl (4), Ludwig (5), F.Raimer (2), Sander (1), Saller (4), Schlesier (6)
