HC Glauchau/Meerane II 24 - 24 HC Fraureuth Männer

20. September 2026 - 16:00 at Freiberger-SH Meerane

Ein packendes, nervenaufreibendes Duell, das bis in die letzte Sekunde offen blieb.

Der HC Fraureuth hat sich am Samstag ein hochintensives, hart umkämpftes Auswärtsspiel bei Glauchau/Meerane II erarbeitet – und sich am Ende mit einem 24:24‑Unentschieden belohnt. Es war ein Spiel, das von Kampfgeist, taktischen Anpassungen und einem überragenden Heimtorhüter geprägt war.

Fraureuth findet gut ins Spiel – doch der Heimkeeper wird zum Faktor

Fraureuth startete konzentriert und variabel, fand über Kleinfeld, Fischer und Ludwig früh Lösungen im Angriff. Doch je länger die Partie dauerte, desto deutlicher wurde ein Problem: Der Torhüter der Gastgeber erwischte einen herausragenden Tag. Immer wieder scheiterten die Fraureuther aus guten Positionen – darunter auch zwei Siebenmeter, die das Momentum hätten drehen können. Glauchau/Meerane nutzte diese Schwäche konsequent und blieb über Rülke, Zauber und Elschker stets gefährlich. Die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem keine Mannschaft mehr als zwei Tore davonziehen konnte.

Zweite Halbzeit: Intensität, Zeitstrafen und ein Spiel auf Messers Schneide

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel noch körperlicher. Zeitstrafen auf beiden Seiten prägten die Phase zwischen der 40. und 50. Minute. Fraureuth kämpfte sich trotz Unterzahlsituationen immer wieder zurück – Finkenwirth traf mehrfach in wichtigen Momenten und hielt sein Team im Spiel.

Die Wende: Zwei Kreisläufer und offensive Manndeckung

Der Fraureuther Trainer reagierte – und seine Umstellung wurde zum Wendepunkt. Fraureuth agierte nun mit zwei Kreisläufern, um die kompakte Abwehr der Gastgeber stärker zu binden. Gleichzeitig stellte das Team auf eine offensive Manndeckung um, die Glauchau/Meerane sichtbar unter Druck setzte. Die Maßnahme griff sofort: Fraureuth erzwang Ballgewinne, kam zu schnellen Abschlüssen und verkürzte durch Finkenwirth und Kleinfeld auf 24:23.

In der letzten Minute wurde es dramatisch: Der schnelle Abwurf wurde von Glauchauer Gerrit Weise regelwidrig verhindert. Die Schiedsrichter entschieden auf Disqualifikation für Glauchau und Strafwurf für Fraureuth. Marco Kleinfeld behielt die Nerven und verwandelte eiskalt zum 24:24-Endstand.

Fazit: Ein Punkt, der Moral zeigt

Fraureuth hat sich diesen Punktgewinn mit Leidenschaft und taktischem Mut verdient. Trotz vieler vergebener Chancen und eines überragenden Heimtorhüters bewies das Team Moral, blieb bis zum Schluss fokussiert und fand mit der Umstellung auf zwei Kreisläufer sowie der offensiven Manndeckung die richtige Antwort. Ein Unentschieden, das sich wie ein kleiner Sieg anfühlt – und zeigt, dass Fraureuth auch in engen Spielen Lösungen findet. [GJ]

Albert, B.Raimer, Zschüttig   – A.Bauer, Dolic (5), Finkenwirth (3/1), J.Fischer (5), R.Fischer (4), Kleinfeld (8/5), Ludwig (4), F.Raimer, Sander (1), Wallich, Zöllmann